DÜW-Journal - page 13

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Neustadt:
Stiftung Hambacher Schloss aktualisiert Ausstellung
Großes Fest der Demokratie zum Jubiläum
2032 jährt sich das Hambacher Fest
zum 200. Mal. Grund genug, die Vor-
bereitungen für die große Feierlich-
keit zu beginnen. Die Stiftung plant,
das Jubiläum gemeinsammit der Stadt
Neustadt, den Partnern des rhein-
land-pfälzischen Bündnisses „Demo-
kratie gewinnt“ und der deutschland-
weiten Arbeitsgemeinschaft „Orte der
Demokratiegeschichte“ zu begehen.
Auch sollen die europäischen Stät-
ten, die wie das Hambacher Schloss
mit dem Europäischen Kulturerbe-Sie-
gel ausgezeichnet wurden, in die lang-
fristigen Planungen einbezogen wer-
den.
„In zwölf Jahren feiern wir 200 Jahre
Hambacher Fest. Das Fest der Freiheit,
Demokratie und eines freundschaft-
lich verbundenen Europas ist uns auch
heute politische Motivation. Dies wol-
len wir mit unseren Freundinnen und
Freunden aus Deutschland und aus
ganz Europa begehen. Ein denkwür-
diges Ereignis, das Hambach und alle
Demokratinnen und Demokraten ver-
bindet. Der Countdown hat begonnen“,
gab der Vorstandsvorsitzende der Stif-
tung Hambacher Schloss und rhein-
land-pfälzische Kulturminister Konrad
Wolf am 188. Jahrestag des Hamba-
cher Festes bekannt.
Modernisierung der Dauerausstellung
Während sich die Vorbereitungen für
das Jubiläum 2032 noch im Frühstadi-
um befinden, ist ein anderes wichtiges
Projekt der Stiftung Hambacher Schloss
bereits in vollem Gange. Seit fast zwölf
Jahren erfreut sich die Dauerausstel-
lung „Hinauf, hinauf zum Schloss!“ gro-
ßer Beliebtheit. Sie ist das Herzstück
des Hambacher Schlosses und thema-
tisiert greifbar, lebendig und voller Be-
züge zur Gegenwart die spannenden
Ereignisse rund um das Hambacher
Fest. „Es ist Zeit für eine Modernisie-
rung der Dauerausstellung. Die Demo-
kratie zu stärken und ihre Werte ins-
besondere jungen Menschen zeitge-
mäß zu vermitteln, soll noch umfas-
sender in den Fokus gerückt werden.
Dies gelingt dann, wenn wir die aktu-
elle Lebenswelt von Kindern und Ju-
gendlichen in den Blick nehmen und
sie mit ihren Vorstellungen, Ideen und
Zielen ernst nehmen“, erläutert Kultur-
minister Wolf.
Die Installation neuer Ausstellungstech-
nik und interaktiver Medienstationen
ist hierfür ebenso vorgesehen wie die
inhaltliche Erweiterung um die demo-
kratiegeschichtlichen Ereignisse nach
der deutschen Revolution von 1848/49.
Besondere Berücksichtigung soll die
Darstellung der europäischen Dimen-
sion des Hambacher Festes, die Ver-
mittlung der europäischen Idee und
der europäischen Werte finden. Das
damit einhergehende Ziel der Mehr-
sprachigkeit der Ausstellungsinhalte
steht ebenfalls auf der Agenda.
Barrierefreit wird ausgebaut
Ein weiteres für die Stiftung Hamba-
cher Schloss wichtiges Anliegen ist die
Ausweitung der Barrierefreiheit und
des museumspädagogischen Angebo-
tes, welches beispielsweise um eine
Führung für Menschen mit Demenz
erweitert werden soll.
Das Konzept für die inhaltliche Ak-
tualisierung wird derzeit vom Insti-
tut für geschichtliche Landeskunde
der Universität Mainz erarbeitet, das
Konzept für die Gestaltung vom Büro
Schwarz-Düser – Düser Museums-
gestalter aus Karlsruhe. Die Eröff-
nung ist für das Frühjahr 2022 ge-
plant. Bis dahin ist die derzeitige
Dauerausstellung nach wie vor täg-
lich geöffnet.
|
Stiftung Hambacher Schloss
INFO
Infos zum Hambacher
Schloss und zur aktuellen
Ausstellung unter www.
hambacher-schloss.de
Organisationstreffen (v. li.): Sarah Traub vom Institut für Geschichtliche Landeskunde der Uni Mainz, Anja
Schwarz-Düser vom Büro Schwarz-Düser – Düser Museumsgestalter sowie Schlossmanagerin Ulrike Dittrich.
Foto: frei
Kindertheater auf dem Hambacher Schloss
„Meine Mama Muh“
Sonntag, 13. September, 11 Uhr
(ab 4 Jahren)
Mama Muh ist eine recht unge-
wöhnliche Kuh. Sie hat keine
Lust, immer nur im Stall zu ste-
hen. Viel lieber probiert sie Neu-
es aus, tanzt Ballett, fährt Schlit-
ten, lernt Radfahren oder will
ein Baumhaus bauen! Die ausge-
sprochen kurzweiligen Ge-
schichten mit Mama Muh nach
den schwedischen Kult-Kinder-
büchern von Jujja und Tomas
Wieslander erzählen von der
abenteuerlustigen Kuh und von
ihrer Freundschaft zur Krähe,
die zwar gerne meckert, aber
trotzdem immer dabei ist, wenn
Mama Muh wieder einmal aus
der Reihe tanzt. Ein Stück des
Dornerei-Theaters mit Puppen.
„Nisse und die frechen Trolle“
Sonntag, 8. November, 11 Uhr
(ab 4 Jahren)
Blomsterfina ist weg! Der Troll
vom Hutawald hat dem armen
Bauern und seinen sieben Kin-
dern die einzige Kuh gestohlen.
Und niemand traut sich in den
Wald, um sie zurückzuholen.
Denn im Wald leben allerhand
Ungeheuer. Alle haben Angst.
Nur einer nicht: Nisse, der
Kleinste der sieben Kinder.
Heimlich macht er sich auf den
Weg und erlebt sein erstes, gro-
ßes Abenteuer!
Nach jahrelanger gemeinsamer
Theaterarbeit im Düsseldorfer
Ensemble gründeten die Pup-
penspieler Elke Schmidt und
Christian Schweiger 1993 das
Seifenblasen-Figurentheater.
|
Red
Mit der tollen Mama Muh: Mar-
kus Dorner.
Foto: Dornerei Theater
Furchterregend: der Troll vom
Hutawald.
Foto: Seifenblasen Theater
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