DÜW-Journal - page 7

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Landkreis Bad Dürkheim:
Aktion „Stadtradeln“ vom 14. August bis zum 4. September 2019
Drei Wochen im Zeichen des Radfahrens
Mehr Fahrradfahren – nicht für jeden
ist das gleich im kalten und verreg-
neten Januar der Plan fürs bessere
Leben. Aber spätestens, wenn die
Tage spürbar länger werden, fällt der
Blick auf den Drahtesel, den man
doch zu selten benutzt. Ein guter An-
sporn: Schon jetzt trainieren für die
Kampagne „Stadtradeln“ im August.
Der Kreis
Bad Dürk-
heim und
alle seine
Gemeinden
beteiligen
sich 2019 an der bundesweiten Kam-
pagne „Stadtradeln“. Als Rahmen und
Aufhänger für gemeinsame Maßnah-
men fiel der Beschluss dazu im Ar-
beitskreis Klimaschutz des Landkrei-
ses, der auf Basis der Kooperations-
vereinbarung des Landkreises mit der
Energieagentur Rheinland-Pfalz und
dem Verband Region Rhein-Neckar
Anfang 2018 gegründet wurde. Alle
Gemeinden im Kreis unterstützen die
Aktion. Der Startschuss zu der dreiwö-
chigen „Stadtradeln“-Kampagne ist für
den 14. August 2019 geplant.
Fahrrad statt Auto
In den drei „Stadtradeln“-Wochen ist
jedermann eingeladen, möglichst vie-
le Kilometer, die er gewöhnlich mit
dem Auto zurücklegt, durch Fahrrad-
kilometer zu ersetzen. Teilnehmer kön-
nen sich als Teams anmelden und als
solche auch „gegeneinander“ antreten,
darüber hinaus werden die gesamten
gefahrenen Kilometer jedes im „Stadt-
radeln“ registrierten Teilnehmers für
den Kreis angerechnet, dessen Ergeb-
nis wiederum in eine bundesweite Wer-
tung eingeht. „Der Mobilitätsbereich
und die zukunftsgerichtete Umgestal-
tung des Verkehrs sind ja in unseren
Städten und Gemeinden bereits The-
ma – zum Beispiel in Form spezieller
Mobilitätskonzepte. Die Umsetzung
der ,Stadtradeln‘-Kampagne wollen wir
nutzen, unsere Bürger und Unterneh-
men wie auch die hier Beschäftigten
noch direkter zu adressieren und ein-
zubinden“, freut sich Landrat Hans-Ul-
rich Ihlenfeld.
Das Regionalbüro Mittelhaardt & Süd-
pfalz der Energieagentur Rhein-
land-Pfalz koordiniert die Planung und
Umsetzung von „Stadtradeln“ gemein-
sam mit dem Kreis. In jeder Gemein-
de wird es einen definierten Ansprech-
partner geben, der wiederum vor Ort
die „Stadtradeln“-Aktivitäten betreut.
In dem Planungskomitee für Aktivitä-
ten rund ums „Stadtradeln“ sind Ideen
rings um die Aktion willkommen. Wäh-
rend des Zeitraums veranstaltet die
Energieagentur Aktionswochen unter
dem Titel „Kreis voller Energie“, bei
denen Kommunen, Initiativen, Unter-
nehmen und auch Privatpersonen ein-
geladen sind, gelungene Energiewen-
de- und Nachhaltigkeitsprojekte einer
breiteren Öffentlichkeit als gute Bei-
spiele zu präsentieren.
Über die Kampagne „Stadtradeln“
„Stadtradeln“ ist eine nach Nürnberger
Vorbild weiterentwickelte Kampagne
des Klima-Bündnisses, dem größten
Netzwerk von Städten, Gemeinden und
Landkreisen zum Schutz des Weltkli-
mas, dem rund 1700 Mitglieder in 26
Ländern Europas angehören. Mit der
Kampagne steht Kommunen eine be-
währte, leicht umzusetzende Maßnah-
me zur Verfügung, um in der Kommu-
nikation/Öffentlichkeitsarbeit für nach-
haltige Mobilität aktiv(er) zu werden.
Im Rahmen des Wettbewerbs treten
Teams aus Kommunalpolitikern, Schul-
klassen, Vereinen, Unternehmen und
Bürgern für Radförderung, Klimaschutz
und Lebensqualität in die Pedale. Zwi-
schen 1. Mai und 30. September sol-
len an 21 aufeinanderfolgenden Tagen
möglichst viele Kilometer CO2-frei mit
dem Rad zurückgelegt werden. Wann
die drei „Stadtradeln“-Wochen stattfin-
den, ist jeder Kommune überlassen.
|
Isa Scholtissek/Sina Müller
Buchtipps für einen nachhaltigen Lebensstil
Marie Kondo: „Magic Cleaning“
Die Japanerin Marie
Kondo ist seit ein
paar Jahren ein
regelrechtes Phäno-
men: Ihr Buch „Ma-
gic Cleaning“ längst
ein internationaler
Bestseller, fast zwei Millionen
Abonnenten auf Instagram, eige-
ne Sendung auf Netflix. Und da-
bei dreht sich bei ihr alles um
das leidige Thema Aufräumen.
Doch sie trifft offenbar einen
Nerv – denn wer kennt es nicht,
dass einen die Ansammlung von
Dingen irgendwie stört, aber zum
Ausmisten hat man nun wirklich
keine Lust. „Endlich mal Ord-
nung schaffen“, ist dann auch
etwas, was sich viele Menschen
zum neuen Jahr vornehmen. Auf-
räumen, so heißt es doch, soll ja
nicht nur die Wohnung entrüm-
peln, sondern auch den Geist.
Ob es wirklich diesen Effekt hat,
sei dahingestellt, aber viele Men-
schen sind begeistert von den
Methoden Kondos. Ihre Grund-
idee: Viele Dinge, die wir aufhe-
ben, haben ihren Zweck bereits
erfüllt. Zum Beispiel das Mit-
bringsel aus dem Urlaub, denn
die Erinnerung lebt auch ohne
das Andenken weiter. Bei allem
sollte man sich fragen: Macht es
mir Freude? Und wenn nicht,
kommt es weg. Ein Buch, das
tatsächlich beim Loslassen hilft
und noch dazu Anregungen gibt,
wie alles ein bisschen aufgeräum-
ter aussehen kann (obwohl man
weniger weggeschmissen hat, als
man wollte).
Petra Pinzler/Günther Wessel:
„Vier fürs Klima“
Klimaneutral leben
– ein bewunderns-
werter Vorsatz. Pet-
ra Pinzler und Gün-
ther Wessel haben
das mit ihren bei-
den Kindern ein
Jahr lang versucht und berichten
in diesem Buch davon. Nach Mo-
naten gegliedert beschreibt die
Familie ihren Weg mit allen Tü-
cken, aber auch Erlebnissen, die
Mut machen. Das Buch zeigt im
Selbstversuch, welche Ideen sich
gut umsetzen lassen und welche
eher nicht, wo die Vier Kompro-
misse geschlossen haben und
was sie aus ihrem Jahr Praxistest
mitnehmen. Geschichten aus
dem Alltag, basierend auf um-
fangreichen Recherchen zum
Klimawandel, aber vor allem mit
praxisnahen Tipps zum Nachma-
chen. Übrigens: Kostenlos gibt es
vom Umweltbundesamt die Bro-
schüre „Klimaneutral leben“ als
Download für alle, die sich mehr
für das Klima einsetzen wollen.
Dabei gilt: Es gibt verschiedene
Wege zum Ziel – und nicht jeder
Weg passt zu jedem. Aber jeder
kann etwas tun. Link: www.
umweltbundesamt.de/publikatio-
nen/klimaneutral-leben
Autofrei leben e.V. (Hrsg.):
„Besser leben ohne Auto“
Ein Leben ohne
Auto? Für viele
völlig undenkbar.
Aber das Autofah-
ren zumindest ein-
zuschränken, neh-
men sich viele
Menschen zum Jahreswechsel
vor. Wie sogar der komplette
Verzicht funktionieren kann,
etwa dank Öffentlichem Nahver-
kehr und Sharing-Angeboten,
zeigt der Ratgeber „Besser leben
ohne Auto“. Er beschreibt bei-
spielsweise, wie der Weg ins
Büro mit dem Rad funktioniert,
was Lastenräder alles können
und listet hilfreiche Apps. Wer
aufs Auto nicht ganz verzichten
will, findet zumindest Tipps fürs
Weniger-Fahren.
LEO:„Pfälzer Wanderbuch II“
„Mehr Bewegung“,
das ist ein Klassiker
unter den Neujahrs-
vorsätzen genau so
wie „mehr in die
Natur“. Dass Wan-
dern hier die ideale
Lösung bietet, muss man den Pfäl-
zern nicht mehr erklären. Im Frei-
zeitmagazin LEO gibt es seit 2007
Wandertipps, für die man nicht
weit anreisen muss, in Zusammen-
arbeit mit dem Pfälzerwald-Verein.
Im mittlerweile zweiten Band sind
40 davon erschienen, inklusive
Fotos, Karten und Höhenprofilen.
Ein Wegweiser durchs „Wan-
der-Wunderland“ Pfalz.
LEO: „Pfälzer Genussbuch“
Noch ein Klassiker
unter den Vorsätzen:
„Sich mehr Zeit für
die schönen Dinge
des Lebens nehmen“.
Das „Pfälzer Genuss-
buch“ kann dazu
beitragen. Es stellt in 13 Rubriken
138 Produzenten vor, die für Qua-
lität stehen. Produkte aus der
Pfalz, die Lust machen, sie auszu-
probieren. Vielleicht auf einer Tour
durch den Landkreis Bad Dürk-
heim?
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Sina Müller
Alle sind an Bord: Landrat Ihlenfeld (4.v.re.) und die Bürgermeister im Kreis
werden auch in die Pedale treten.
Foto: Energieagentur RLP/Sonja Schwarz
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