DÜW-Journal - page 5

5
Besser vernetzt und geschützt
In Bad Dürkheim werden aktuell und
im kommenden Jahr die drei Schu-
len in Kreisträgerschaft auf Vorder-
mann gebracht, was Brandschutz, di-
gitale Daten und Klimaschutz angeht:
An der Berufsbildenden Schule (BBS)
läuft die kombinierte Maßnahme für
Brandschutz, EDV-Vernetzung und
Amokprävention, die Carl-Orff-Real-
schule (COR) erhält neue Fluchttür-
me für den Brandfall und die Fassa-
de des Werner-Heisenberg-Gymna-
siums (WHG) wird energetisch sa-
niert.
BBS: Größter Posten Elektroarbeiten
Rund 1,15 Millionen Euro wird die
Brandschutzsanierung an der BBS ins-
gesamt kosten, das Land wird voraus-
sichtlich 625.000 Euro davon überneh-
men. „Sehr positiv ist, dass wir die
Maßnahme wahrscheinlich ohne Con-
tainer durchführen können“, sagt der
zuständige Kreisbeigeordnete Frank
Rüttger. Dadurch konnten die Kosten
reduziert werden. Den größten Posten
bilden die Elektroarbeiten im kombi-
nierten Brandschutz-EDV-Amok-Pro-
jekt: Rund 700.000 Euro sind dafür an-
gesetzt, die Arbeiten wurden im April
vergeben. Im Mai erfolgte die Vergabe
der Abbruch-, Trockenbau- und Maler-
arbeiten für insgesamt rund 243.000
Euro.
COR: Brandschutzsanierung
Noch umfangreicher sind die Arbeiten
für die Brandschutzsanierung an der
COR: 2,9 Millionen Euro sind hier ins-
gesamt über die nächsten Jahre bis
zum Ende der bedeutenden Maßnah-
me veranschlagt. Für 2016 waren
250.000 Euro eingeplant, davon wur-
den 23.000 Euro für notwendige Dach-
arbeiten ausgegeben, womit der Bau
von zwei neuen Rettungstürmen vor-
bereitet wurde. Die Kosten für die Tür-
me belaufen sich auf rund 170.000 Euro,
die Arbeiten hierfür haben bereits be-
gonnen und werden im kommenden
Jahr fortgesetzt.
WHG: Kein vorzeitiger Baubeginn
Für die Fassadensanierung am WHG
greift der Kreis auf Förderung aus dem
Kommunalen Investitionsprogramm
3.0 zurück (siehe Kasten „Zur Sache“
auf der Seite links): 1,8 Millionen Euro
kostet die energetische Sanierung, die
im kommenden Jahr begonnen wer-
den soll. Ursprünglich war bereits im
Haushalt des Jahres 2016 die Summe
von 500.000 Euro für diese Maßnah-
me eingestellt worden, das Land hat
allerdings keinen vorzeitigen Baube-
ginn genehmigt und die Bewilligung
der Förderung ist noch nicht final er-
folgt. Um die Förderung nicht zu ge-
fährden, kann ohne Genehmigung
nicht früher mit den Arbeiten begon-
nen werden.
Am WHG fangen die Maßnahmen
zur Fassadensanierung 2017 an.
Über mehrere Jahre ziehen sich die
Bauarbeiten an der COR.
Hier wird in Brandschutz investiert:
BBS Bad Dürkheim.
Fotos: KV
Bad Dürkheim:
Investitionen in BBS, COR und WHG
Kleinere Maßnahmenbündel an weiteren Schulen im Landkreis
Haßloch: Kleinspielfeld am
Hannah-Arendt-Gymnasium
Bis zum Frühjahr 2017 entsteht
am Hannah-Arendt-Gymnasium
ein Kleinspielfeld mit Kunst-
stoffbelag und Ballfangzaun.
Die Vorarbeiten wie Erdabtra-
gungen sind bereits im Oktober
beendet worden, die übrigen
Arbeiten fanden im Spätherbst
2016 statt. Nur der Belag kann
erst im Frühling gemacht wer-
den: Diese Kunststoffform kann
nämlich nur verarbeitet werden,
wenn es in zwei Nächten hin-
tereinander mindestens 12 Grad
warm ist. Zusammen mit der
Reinigung und Reparatur des
Kunststoffbelags der Tartan-
bahn an der benachbarten Sie-
benpfeiffer-Realschule kosten
die Arbeiten rund 114.000 Euro.
Grünstadt: Neue Fachräume für
Naturwissenschaft an der IGS
Zum Schuljahr 2016/2017 starte-
te der erste Jahrgang einer
Oberstufe an der Integrierten
Gesamtschule (IGS) Grünstadt.
Im kommenden Jahr wird mo-
derne Ausstattung für die Na-
turwissenschaft installiert, da-
mit die Schülerinnen und Schü-
ler bestens ausgestattet an der
IGS bis zum Abitur lernen kön-
nen. Dafür werden fünf Fach-
räume mit den dazugehörigen
Vorbereitungsräumen vollstän-
dig modernisiert. Die ersten
Abbrucharbeiten in den Räu-
men im ehemaligen Haupt-
schultrakt sind für die Osterferi-
en 2017 geplant, mit den eigent-
lichen Bauarbeiten kann ver-
mutlich im Juni begonnen wer-
den. Planmäßig sollen die Räu-
me ab Oktober 2017 fertigge-
stellt sein. Insgesamt wird die
Maßnahme rund 1,7 Millionen
Euro kosten. Das Land über-
nimmt davon mehr als die Hälf-
te, nämlich 915.000 Euro.
Lambrecht: EDV-Vernetzung
an der Realschule plus
Im Rahmen des Förderpro-
gramms „Medienkompetenz
macht Schule“ erhält die Real-
schule plus in Lambrecht 25.000
Euro vom Land, um damit soge-
nannte „IPad-Klassen“ auszu-
statten. Zusätzlich finanziert der
Kreis der Schule eine EDV-Ver-
netzung im Wert von 25.000
Euro, um das Projekt besser
nutzen zu können und das Pro-
fil der Schule zu schärfen. Die
Kosten für die Vernetzung trägt
komplett der Kreis, ohne Lan-
deszuschuss. Sie schließt jedoch
nur einen Teil der Schule ein.
Für die flächendeckende Ver-
netzung würden höhere Kosten
anfallen, sie soll in späteren
Jahren erfolgen mit der Aussicht
auf Mitfinanzierung durch das
Land. Die Komplettvernetzung
soll idealerweise mit einer
Brandschutzsanierung einherge-
hen.
Deidesheim:
Umfangreiche Umbauarbeiten an der IGS
1000 Quadratmeter mehr
Der erste Jahrgang der Oberstufe ist
zum Schuljahr 2014/2015 gestartet,
doch schon zuvor war klar: Die Inte-
grierte Gesamtschule (IGS) Deides-
heim/Wachenheim braucht mehr Platz.
Am Standort Deidesheim sind daher
umfangsreiche Um- und Anbauten ge-
plant. Los geht’s im nächsten Jahr. Die
Klassen werden je nach Bauabschnitt
in Containern unterrichtet.
1098 Quadratmeter Hauptnutzfläche,
zuzüglich Technikräumen und Ver-
kehrsflächen, das ist der neu zu erricht-
ende Raumbedarf für die IGS in Dei-
desheim dank Oberstufe. Dafür muss
nicht nur am Gebäude angebaut wer-
den, auch Umbaumaßnahmen im Be-
stand sind erforderlich. 15,9 Millionen
wird das Projekt insgesamt kosten, vo-
raussichtlich 60 Prozent davon trägt das
Land. Die Planungen für diese große
Maßnahme laufen schon seit Jahren,
bereits 2014 fiel im Bauausschuss des
Landkreises die Entscheidung auf die
Architekten von ARGE<S> aus Mainz.
Die haben im April dieses Jahres die fi-
nalen Pläne vorgestellt (siehe Bild oben)
und es wird klar: Die Veränderungen
sind enorm. Obwohl das Gebäude ins-
gesamt größer wird, wirkt die Anlage
lichtdurchlässiger und leichter.
Bei den Bauarbeiten wird von Süden
nach Norden gearbeitet. Im ersten Schritt
wird der südöstliche Teil der Schule ab-
gerissen, dann neu aufgebaut und er-
weitert. Es ist geplant, in diesem Ge-
bäudeteil im Süd-Osten künftig die
Schulverwaltung unterzubringen. Dar-
aufhin soll der Trakt, der den südlichen
mit dem nördlichen Gebäude verbin-
det, abgerissen werden, gleichzeitig wird
der südwestliche Teil saniert. Anschlie-
ßend wird als neue Verbindung zwi-
schen den beiden Flügeln eine Art über-
dachte Brücke gebaut, die den Blick
von Osten nach Westen frei gibt und
damit eine einheitliche Fläche zwischen
dem Nord- und Südflügel schafft.
Etwa zur selben Zeit wird auch der nord-
westliche Teil der Schule ausgebaut und
saniert: Der überdachte Pausenhof auf
Erdgeschoss-Ebene, der an die Al-
la-Hopp-Anlage grenzt, bleibt erhalten,
darüber wird der naturwissenschaftli-
che Trakt ausgebaut. Auch die Außen-
anlage wird komplett erneuert: Große
Freiflächen, viel Grün und für die Pfalz
typische mediterrane Bäume sollen Er-
holung in den Pausen bieten und auch
nach Schulschluss noch einladen, sich
auf dem Gelände zu treffen. Insgesamt
soll der Eindruck eines fließenden Über-
gangs zur Alla-Hopp-Anlage entstehen,
die im Westen an die Schule grenzt.
„Auch wenn die Arbeiten umfangreich
sind und mit fast 16 Millionen ein teu-
res Projekt, es ist die wirtschaftlichste
Variante“, erklärt Baudezernent Frank
Rüttger. Es gab Überlegungen, die bei-
den Standorte der IGS zusammenzu-
führen – doch schnell wurde klar, dass
diese Variante nicht wirtschaftlicher
wäre. „Ein Neubau wäre uns deutlich
teurer gekommen.“ Als Erweiterungs-
option könnte übrigens im Osten des
Schulgeländes noch ein weiterer Bau
entstehen, falls der Bedarf besteht. Auch
dies spricht für die gefundene Lösung
am Standort Deidesheim.
Grafik: ARGE<S>
1,2,3,4 6,7,8,9,10,11,12,13,14-15,16,...28
Powered by FlippingBook