DÜW-Journal - page 24

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Landkreis Bad Dürkheim:
Wolfgang Lecher, Theo Spettel und Theo Prajitno aus der Verwaltung verabschiedet
Verdiente Mitarbeiter im Ruhestand
Drei verdiente Mitarbeiter haben in den
vergangenen Monaten die Kreisverwal-
tung Bad Dürkheim verlassen: Wolf-
gang Lecher, Theo Prajitno und Theo
Spettel traten ihren Ruhestand an.
Schönste Zeit im Sozialraumbüro
Zum 30. November ging Wolfgang Le-
cher nach 35 Jahren bei der Kreisver-
waltung. „In dieser Zeit hat sich sehr
viel getan, es gab große Veränderun-
gen im Jugendhilfebereich“, resümier-
te der Sozialarbeiter. „Ich bin damals
durch Zufall über einen Bekannten zur
Kreisverwaltung gekommen.“ Nach sei-
nem Studium an der Fachhochschule
für Sozialwesen in Mannheim, das er
1979 mit dem Abschluss Sozialarbeiter
beendete, kam er im Juni des gleichen
Jahres als angestellter Sozialarbeiter zur
Verwaltung, die damals noch ihren Sitz
in Neustadt hatte. 1981 wurde er ins
Beamtenverhältnis übernommen, 1982
zum Sozialinspektor und Lebenszeit-
beamten ernannt, 1983 dann zum So-
zialoberinspektor. 2008 erfolgte die Er-
nennung zum Sozialamtmann. Zuletzt
arbeitete Lecher im Bereich Soziale
Dienste, Beratung Kind/Jugend und
Familie und familienunterstützende
Dienste.
„Ich danke Ihnen für Ihren langjähri-
gen Dienst für den Kreis. Ich freue
mich, dass Sie bei uns waren und be-
dauere, Sie verabschieden zu müssen“,
sagte Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld bei
der offiziellen Verabschiedung. Der für
das Jugend- und Sozialamt zuständige
Erste Beigeordnete Claus Potje bedank-
te sich bei Lecher und erwähnte vor
allem seine „bemerkenswerte“ Zeit im
Sozialraumbüro Haßloch. „Ich hatte
viele Höhepunkte“, so Lecher, „aber
die schönste Zeit von allen 35 Jahren
waren die letzten vier im Sozialraum-
büro.“ Dieses half er mit aufzubauen:
Die Sozialraumbüros bringen das Ju-
gendamt vor Ort, wichtige Fragen kön-
nen mit den Akteuren in der Nähe des
Wohnorts, der Schule oder des Kin-
dergartens geklärt werden. „Man kann
besser arbeiten und mehr leisten in
solch einem Büro.“ Auch der stellver-
tretende Abteilungsleiter Herbert Noll
sagte, dass Lecher in Haßloch vieles
verwirklichen konnte. „Die Teament-
wicklung war dein Verdienst. Du hin-
terlässt eine fachliche Lücke.“ In den
vergangenen Jahren hat sich Lecher in
der Trennungs- und Scheidungsbera-
tung stark gemacht. „Es bringt den Kin-
dern viel mehr, wenn die Eltern ver-
nünftig miteinander umgehen“, ist er
sich sicher. Ihm ist es wichtig, dass die-
se Beratung weiter geführt wird – das
Team in Haßloch habe sich entspre-
chend weitergebildet.
Dem Brandschutz verschrieben
Theo Prajitno wurde in Medan auf Su-
matra geboren, wo er seine ersten Le-
bensjahre verbrachte. Zum Studieren
kam er dann nach Deutschland. Er tes-
tete Maschinenbau und Medizin, wech-
selte 1974 zur Fachhochschule Kiel für
Studienkolleg und Verfahrenstechnik.
An der Fachhochschule Lübeck stu-
dierte er von 1979 bis 1980 Techni-
sches Gesundheitswesen, bis er 1981
seine Berufung fand: Er startete seine
Feuerwehrausbildung bei der Bezirks-
regierung Rheinhessen-Pfalz im Vor-
bereitungsdienst. Später besuchte er
die Verwaltungsfachhochschule in May-
en, 1983 wurde er als Brandoberins-
pektor z.A. bei der Bezirksregierung
eingestellt. Im August 1984 kam er zur
Kreisverwaltung Bad Dürkheim, in de-
ren Dienst er 30 Jahre lang blieb. 1989
wurde er zum Brandamtmann, 1993
zum Brandamtsrat ernannt. Für den
Kreis regelte er alles, was mit Brand-
schutz und der Aufsicht darüber zu
tun hat und beriet Beteiligte vor Ort.
„Die Entscheidungen, die Sie getrof-
fen haben, werden uns noch viele Jah-
re begleiten“, sagte Landrat Ihlenfeld
anerkennend bei der Verabschiedung.
Der zweite Beigeordnete Frank Rütt-
ger fügte hinzu: „Sie waren unser Ein-
zelkämpfer im Brandschutz. Die Vor-
schriften wurden immer üppiger, die
Anforderungen immer höher, aber Sie
sind bei allen Neuerungen am Ball ge-
blieben.“ Überall im Landkreis sei er
bekannt gewesen. „Man kann kein
Auge zudrücken, weil es das Feuer
auch nicht macht“, war quasi sein Mot-
to. „Man muss streng sein gegen den
Gegner Brand. Sie waren immer eine
verlässliche Stütze, auch für die Feu-
erwehren vor Ort“, so Rüttger. Klaus
von Krog vom Bauamt erwähnte, dass
es auch dank Prajitno heute kaum bis
gar keine Totalbrände mehr gebe, die
es früher häufiger im Kreis gab – Grund
ist der vorbeugende Brandschutz, für
den er sich herzlich bedankte. Zum
Jahresende 2014 ging Theo Prajitno in
den Ruhestand.
Vom Hausmeister zur Poststelle
Ebenfalls auf eine sehr kontinuierliche
Dienstzeit bei der Kreisverwaltung kann
Theo Spettel zurück blicken, der Ende
Januar 2015 in den Ruhestand ging.
Seit 1979 arbeitete er für den Landkreis,
seit 1982 als Mitarbeiter in der Poststel-
le. Nach einer Ausbildung zum Elek-
troinstallateur in Weidenthal – wo Spet-
tel bis heute wohnt – arbeitete er zu-
nächst in diesem Beruf, bevor er als
Verkäufer, Verkaufsfahrer und Reisen-
der tätig war. Beim Kreis arbeitete er
die ersten Jahre als Hausmeister, da-
mals noch in Neustadt, bis er Anfang
der Achtziger Jahre in die Poststelle
wechselte. „Als Mitarbeiter dort wis-
sen Sie alles als erstes“, sagte Bürolei-
terin Elke Thomas scherzhaft bei der
Verabschiedung. Sie betonte, wie wich-
tig die Poststelle sei und dass das Haus
mit Spettel stets zuverlässig und ver-
trauensvoll zusammenarbeiten konn-
te. Der Landrat dankte Spettel für sei-
ne außerordentlich langjährige Tätig-
keit – er werde im Haus fehlen.
Baute das Sozialraumbüro in Haß-
loch mit auf: Wolfgang Lecher.
War zuletzt in der Poststelle der
Kreisverwaltung tätig: Theo Spettel.
Eine „verlässliche Stütze“ im Brand-
schutz: Theo Prajitno.
Fotos: KV/Müller (3)
Im Alter von 57 Jahren verstarb am
20. Januar 2015 in Wachenheim Udo
Kittelberger. Im vergangenen Jahr
konnte Wachenheims Bürgermeister
auf 40 Jahre im öffentlichen Dienst
zurück blicken.
Kittelberger arbeitete seit 1974 bei der
Verbandsgemeindeverwaltung in Wa-
chenheim, seit 1984 war er dort Abtei-
lungsleiter der Ordnungs- und Sozial-
verwaltung und Schiedsmann. Vor acht
Jahren hat er als Bürgermeister die Ver-
antwortung für die Verbandsgemein-
de Wachenheim übernommen. Erst
Mitte Januar wurde er in seinem Amt
bestätigt – die Bürgerinnen und Bür-
ger der Verbandsgemeinde schenkten
ihm erneut ihr Vertrauen.
Landrat und Bürgermeisterkollegen wa-
ren bestürzt vom überraschenden Tod
Kittelbergers, der mit 57 Jahren viel zu
früh von dieser Welt gegangen sei, wie
alle einhellig betonten. Im Kreis der
kommunalen Familie wurde Udo Kit-
telberger als Mensch und Politiker stets
hoch geschätzt: „Eine langjährige ver-
trauensvolle Zusammenarbeit geht zu
Ende. Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt
seiner Familie“, so der Landrat, der da-
mit auch im Namen aller Bürgermeis-
ter spricht. „In tiefer Trauer nehmen
wir Abschied von unserem geschätz-
ten Kollegen.“
Wachenheim:
Nachruf auf Verbandsbürgermeister Udo Kittelberger
„Abschied in tiefer Trauer“
Bad Dürkheim:
Kley als Fischereiberater verabschiedet
Dank für langjährigen Einsatz
Nach über 20 Jahren legt Werner Kley
sein Amt als Fischereiberater für die
Kreisverwaltung nieder. „Wir danken
Ihnen für die langen Jahre“, sagte
Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld bei der
Verabschiedung. Kley sei stets ein zu-
verlässiger Partner gewesen, die Un-
tere Fischereibehörde bedauere, dass
er zurücktritt.
Seit 1990 war Kley stellvertretender Fi-
schereiberater, seit März 2002 Fischer-
eiberater und Vorsitzender des Prü-
fungsausschusses. Wer im Kreis Fische
fangen möchte, muss eine Prüfung bei
der Kreisverwaltung ablegen, auf die
der Berater vorbereitet. Grundlage in
Rechtskunde und im Umgang mit Tie-
ren müssen für den Fischereischein er-
lernt werden.
Mit der Verabschiedung von Kley wur-
de Stephan Kutscher als neuer Fischer-
eiberater eingeführt. Zum 1. Februar tritt
er die ehrenamtliche Position an und
bleibt zunächst bis 1. Januar 2020 im
Dienste der Unteren Fischereibehörde.
„Die Hinführung zum Fischereischein
ist mir sehr wichtig. Die Angler oder Fi-
scher müssen sich mit der Behandlung
und Tötung auskennen, damit kein Tier
gequält wird“, so Kutscher. Er wohnt in
Bockenheim und arbeitet hauptberuf-
lich bei der Struktur- und Genehmi-
gungsdirektion (SGD) Süd als Fischwirt.
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