DÜW-Journal - page 18

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BIS 16. MÄRZ ANTRAG AUF LERNMITTELFREIHEIT STELLEN
Wenn das Einkommen der Eltern
die gesetzlich festgelegte Ein-
kommensgrenze unterschreitet,
können Kinder kostenlos an der
Schulbuchausleihe teilnehmen.
Dazu muss ein Antrag auf Lern-
mittelfreiheit gestellt werden, der
nach den Weihnachtsferien in
den Schulen ausgeteilt wurde.
Wer keinen bekommen hat,
kann in der Schule nachfragen.
Die Lernmittelfreiheit muss jedes
Schuljahr neu beantragt werden
und wird nach dem Einkommen
des Vorvorjahres bestimmt. Für
das Schuljahr 2015/16 ist damit
das Einkommen von 2013 rele-
vant, es werden aber auch Unter-
lagen von 2014 akzeptiert.
Schülerinnen und Schüler haben
Anspruch auf Lernmittelfreiheit,
wenn sie mit beiden unterhalts-
pflichtigen Eltern zusammenle-
ben und das gemeinsame Jah-
reseinkommen des Kindes und
der Eltern zusammen 26.500
Euro im Jahr nicht überschreitet.
Gleiches gilt, wenn ein Elternteil
in einer eheähnlichen Gemein-
schaft lebt. Lebt das Kind bei
nur einem Elternteil (ohne Part-
ner), darf das Einkommen 22.750
Euro nicht überschreiten. Bei
mehreren Kindern im Haushalt
erhöht sich die Einkommens-
grenze. Für jedes weitere Kind
erhöht sich der Betrag um 3750
Euro. Leben Schülerinnen oder
Schüler nicht bei den Eltern,
sondern zum Beispiel in einem
Heim oder einer betreuten
Wohnform, darf das eigene Ein-
kommen 19.000 Euro im Jahr
nicht übersteigen. Zur Berech-
nung wird das maßgebliche Ein-
kommen herangezogen, dieses
entspricht in der Regel dem
Bruttoeinkommen (von 2013 für
das Schuljahr 2015/16) vermin-
dert um die Werbungskosten. Ist
zu erwarten, dass das Einkom-
men 2015 wesentlich geringer
sein wird als 2013 oder 2014,
kann auf Antrag das niedrigere
Einkommen berücksichtigt wer-
den. Dies ist mit der Antragsstel-
lung nachzuweisen.
Alle Schulbücher und sonstige
Druckschriften wie zum Beispiel
Arbeitshefte werden im Rahmen
der Lernmittelfreiheit kostenlos
zur Verfügung gestellt. Arbeits-
hefte, die von den Schülerinnen
und Schülern ausgefüllt werden,
müssen nicht zurückgegeben
werden. Alle sonstigen Unter-
richtsmaterialien wie Lektüren,
Taschenrechner oder Schreibma-
terial werden auf eigene Rech-
nung gekauft.
Der Antrag auf Lernmittelfreiheit
muss bis 16. März beim zuständi-
gen Schulträger gestellt werden:
Für die weiterführenden Schulen
ist das der Landkreis Bad Dürk-
heim. Der Antrag kann direkt
bei der Kreisverwaltung oder in
der Schule (mit der Aufschrift
„An den Schulträger, Betreff:
Schulbuchausleihe“) abgegeben
werden. Das Schulamt bittet dar-
auf zu achten, dass der Antrag
vollständig ausgefüllt und unter-
schrieben ist und die entspre-
chenden Belege (Einkommens-
steuerbescheid oder Arbeitgeber-
bescheinigung über Bruttolohn)
beigelegt werden.
Grünstadt:
Multifunktionales Beachfeld an der IGS und Realschule plus eingeweiht
Ersehnter Sandplatz für viele Sportarten
Drei Jahre mussten die Schüler in
Grünstadt warten, im November wur-
de es endlich eingeweiht: Das multi-
funktionale Beachfeld an der IGS und
Realschule plus. Volleyball, Fußball,
Badminton – der Sandplatz kann für
viele Sportarten genutzt werden.
Die Idee hatten die Lehrer der Integ-
rierten Gesamtschule (IGS) Philipp Mül-
ler und Christina Reinhold 2011: ein
großes Beachvolleyballfeld – etwa 800
Quadratmeter – sollte an die Schule,
das vielfältig genutzt werden kann.
Doch es sollte bis 2014 dauern, bis die
ersten Schülerinnen und Schüler auf
dem Sand toben konnten. Fußball,
Handball, Badminton, Ausdauertrai-
ning – Ideen gibt es schon viele, was
alles auf dem Platz passieren kann.
Nach den Sommerferien haben die ers-
ten Schüler das Feld schon getestet, am
26. November wurde es offiziell einge-
weiht. In der langen Projektphase be-
kam die Schule Unterstützung von al-
len Seiten: Über 37.000 Euro sind ins-
gesamt an Spendengeldern zusammen
gekommen. Den größten Teil „erarbei-
teten“ die Schüler der IGS selbst, mit
einem Spendenlauf, der 22.700 Euro
einbrachte. Kurzfristig gab es die letz-
te Finanzspritze im vergangenen Juni
mit 5000 Euro von der Diet-
mar-Hopp-Stiftung. Lehrer, Schüler und
Eltern arbeiteten gemeinsam dafür, das
Beachfeld entstehen zu lassen. Immer
wieder sprang jemand für die Arbeiten
ein, auch der Bauhof der Stadt Grünstadt
unterstützte tatkräftig. „Und ohne den
Förderverein der Schule wäre das alles
nicht möglich gewesen“, dankte der
Schulleiter Uwe Chormann.
Bei der feierlichen Eröffnung des mul-
tifunktionalen Beachfelds, umrahmt
von Auftritten der Schulband und des
Popchors, übergab Landrat Hans-Ul-
rich Ihlenfeld im Namen des Schulträ-
gers Landkreis Bad Dürkheim symbo-
lisch einen Volleyball an Schulleiter
Chormann. Ihlenfeld ist sich sicher:
Das Feld wird eine breite Nutzung fin-
den. „Beachvolleyball ist ein sehr be-
liebter Sport, der außerordentliche Aus-
dauer und Kondition erfordert.“ Als
Schule sei es heute wichtig, ein Profil
zu entwickeln, was mit diesem moder-
nen Sport sehr gut gelinge. „Die Anla-
ge ist auch ein Baustein für den Sport
außerhalb des Unterrichts, was die
Schule mit Blick auf die baldige Ober-
stufe aufwertet.“ Der Landkreis hat das
Beachfeld finanziell bei der Zaunanla-
ge und der Anschaffung von Materia-
lien wie Tore, Volleyballnetze und ei-
ner Hütte unterstützt. Außerdem bei
Bauantrag, Schriftverkehr und ande-
ren Verwaltungsangelegenheiten. „In
der Zukunft werden wir als Kreis die
Anlage auch unterhalten“, sicherte Ih-
lenfeld zu. Der Grünstadter Bürger-
meister Klaus Wagner lobte das große
ehrenamtliche Engagement der Schu-
le, das zeige, welch hervorragende
Schulgemeinschaft bestehe. „Es ist ein
großer Tag für uns nach drei Jahren
Projektzeit“, sagte Schulleiter Chor-
mann. „Wir sind sehr stolz, dass wir
jetzt eine attraktive Sportstätte für vie-
le Sportarten haben und die Initiative
dafür aus der Schulgemeinschaft her-
aus entstanden ist.“ In dieser Größe
gebe es in Rheinland-Pfalz nur noch
in Germersheim ein entsprechendes
Beachfeld.
Strahlende Gesichter: Landrat Ihlenfeld durchschneidet das Band.
Foto: KV/Müller
Bad Dürkheim:
Lehrküche an der Berufsbildenden Schule modernisiert
„Sonnenstrahl“ für Fachschüler
Thomas Köhler, Leiter der Lehrküche, erläutert Landrat Ihlenfeld die Küche
und die Arbeitsergebnisse der Schülerinnen und Schüler.
Foto: KV/Fickus
Ein „sonniges Verhältnis“ herrsche
zwischen Berufsbildender Schu-
le (BBS) Bad Dürkheim und dem
Schulträger Landkreis Bad Dürk-
heim, betonte Schulleiter Arno
Morgenstern. Ein weiterer „Sonnen-
strahl“ stelle hierbei die moderni-
sierte und neu ausgestattete Lehrkü-
che an der Schule dar: Sie wurde im
November offiziell vom Landkreis
übergeben.
Hier werden die Schülerinnen und
Schüler der Berufsfachschulklasse für
Ernährung und Hauswirtschaft aus-
gebildet. Insgesamt investierte der
Landkreis rund 60.000 Euro für die
Modernisierungsmaßnahmen. Landrat
Hans-Ulrich Ihlenfeld betonte bei der
Einweihung der Lehrküche, dass der
dringende Bedarf bestand, den Schü-
lerinnen und Schülern ein moderne
und professionell ausgestattete Lehr-
küche für die Ausbildung zur Verfü-
gung zu stellen. An zwei Tagen in der
Woche können die jungen Köche die
Gäste des angrenzenden Schulbistros
von ihren Fähigkeiten überzeugen,
wenn sie neben dem Kochen auch
den Service dort übernehmen.
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